Die 5 C: So wird der Wert eines Diamanten bestimmt

Die 5 C: So wird der Wert eines Diamanten bestimmt

Der Diamant ist der beliebteste Schmuckstein und als härtester in der Natur vorkommender Stoff für sämtliche Kreationen geeignet. Doch warum ist er so besonders und was macht seinen Wert aus? Wir erklären Ihnen die 5 C der Diamanten.

Das sogenannte Feuer, das der Diamant versprüht, fasziniert den Betrachter immer wieder. Der Diamant ist Gegenstand zahlreicher Songs, Filme und Gedichte und für Verlobungsringe in den allermeisten Fällen das Mittel der Wahl. Mal abgesehen vom Verlobungsring von Prinz William und Herzogin Kate, der als Erbstück von Lady Di einen Saphir als Hauptstein besitzt – umrahmt jedoch von Diamanten! Dass man an Diamanten im hochwertigen Schmuckbereich nicht drum herumkommt, liegt in der Besonderheit dieses Edelsteins begründet. Er ist nicht nur der härteste Stoff, der auf unserer Erde auf natürliche Weise vorkommt. Der Diamant ist vielmehr auch dank seiner Seltenheit so begehrt. Denn insbesondere in hoher Qualität ist er eine wahre Rarität. Man nimmt an, dass auf 1 Karat Diamant hoher Qualität rund 1 Million Diamanten minderer Qualität kommen. Aber was genau macht den Preis eines Diamanten aus?

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Die 5 C des Diamanten bestimmen seinen Preis

Der Preis des Diamanten setzt sich aus vormals vier, mittlerweile fünf Kriterien zusammen, die als sogenannte 5 C firmieren. Denn alle fangen im Englischen mit einem „C“ an: Carat (Gewicht), Colour (Farbe), Clarity (Reinheit), Cut (Schliff) sowie der zuletzt immer relevanter gewordene Faktor Confidence (Vertrauen).

CARAT

Carat meint das Gewicht des Edelsteins. Ursprünglich auf das Gewicht des Kerns eines Johannisbrotbaums zurückgehend, der griechisch „Kerat“ heißt, entspricht die Einheit seit 1907 0,2 Gramm. Zu beachten ist, dass der Wert des Diamanten mit steigender Karatzahl nicht linear, sondern exponentiell ansteigt. Bedeutet: Ein lupenreiner 1-karätiger Diamant kostet deshalb nicht das Doppelte, sondern ein Vielfaches eines Halbkaräters in der gleichen Qualität.

COLOUR

Was auf den ersten Blick selbsterklärend scheint, schließlich sind alle Diamanten farblos, hat in Fachkreisen dennoch große Bedeutung. Denn obwohl alle Diamanten weiß-transparent sind, unterscheiden Diamantgutachter sie auf einer Skala. Die geht von D („Hochfeines Weiß +“), was der besten Qualität entspricht, bis Z („Getönt 4“). Für den Laien sind in oberen Farbgraden von D bis H („Weiß“) kaum Unterschiede auszumachen, zumal das bei gefassten Diamanten noch einmal schwerer zu unterscheiden ist. Erst ab Farbgrad K („Getönt“) ist auch mit bloßem und „ungeübtem“ Auge ein leichter Stich ins Gelbe oder Braune wahrzunehmen.

CLARITY

Clarity bezeichnet die Reinheit von Diamanten. Auch hier ist mit bloßem Auge wenig zu sehen, aber unter der Lupe oder gar dem Mikroskop können Diamantgutachter kleine Einschlüsse im Stein feststellen. Diese Einschlüsse entstehen im Laufe der Millionen von Jahren in den Diamanten und sind sozusagen seine DNA, denn sie kommen nur bei natürlichen Exemplaren vor. Gleichzeitig gilt aber: Je weniger Einschlüsse man sieht, desto besser und gleichzeitig wertvoller ist der Diamant. Auch hier wird anhand einer Skala von FL („flawless“ – bei zehnfacher Vergrößerung keine Fehler oder Einschlüsse erkennbar) bis P3 („3rd Piqué“ – Einschüsse mit bloßem Auge erkennbar) unterschieden.

CUT

Der Schliff (Cut) des Diamanten ist im Gegensatz zu den ersten drei Kriterien nicht von der Natur beeinflusst, sondern das Werk des Diamantschleifers. Der Diamant muss geschliffen werden, um das von uns so begehrte Feuer zu entfachen. Die Facetten des Schliffs werden für einfallendes Licht wie ein Spiegel und lassen den Diamanten strahlen. Wichtig ist, dass Proportionen und Winkel der Facetten bestens auf den Stein abgestimmt werden.

Die Qualität des Schliffs bezeichnet man als Schliffgüte. Sie wird in Abstufungen von exzellent (engl. „excellent“ – außerordentlich brillant, beste Proportionen und Symmetrie, vollkommene Reflektion des Lichtes) über sehr gut (engl. „very good“ – sehr gute Brillanz, sehr gute Proportionen und Symmetrie) und gut (engl. „good“ – gute Brillanz, die Proportionen haben geringe Abweichungen, gute Symmetrie der Facetten) bis hin zu Mittel (engl. „fair“ – etwas weniger Brillanz, Proportionen und Symmetrie mit größeren Abweichungen) eingeordnet.

CONFIDENCE

Das Vertrauen (Confidence) ist kein messbares Gütesiegel wie die vorige vier C, sondern meint das Vertrauen in Echtheit, Güte und Herkunft des Steins. Generell gilt, dass man sich immer an einen erfahrenen Juwelier oder Diamantgutachter wenden sollte. Allein er kann die Echtheit bestätigen und die Herkunft aus Konfliktgebieten ausschließen.

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